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Die Stadt Lauscha

Lauscha ist immer einen Besuch wert. Wenn Sie sich dennoch vorher über die Stadt informieren möchten, haben wir hier einige Informationen für Sie zusammengestellt.

1597 - Die Gründung

In der Zeit der großen Glashütten-Gründer, erhielten Hans Greiner und Christoph Müller die Erlaubnis des Herzogs von Coburg-Sachsen zum Betrieb einer eigenen Glasmanufaktur, sowie umfassende Schutzrechte und Steuervergünstigungen. Die Glasmacher teilten anfangs einen gemeinsamen Glasofen. 

Auch in den umliegenden Siedlungen wurden anschließend weitere Glashütten gegründet und damit die Grundsteine für die heutige Glaskunst der Region gelegt.

Im 30-jährigen Krieg, blieb Lauscha von Plünderung und Zerstörung verschohnt. Allerdings führte die allgemeine Armut (insbesondere der umliegenden, vom Krieg gebeutelten Städte) dazu, dass die noch junge Siedlung beinahe wieder aufgegeben wurde.

1835 - Glasmalerei und Christbaumschmuck

Einen späteren Aufschwung erzielte die noch heute bekannte Glasmalerei, aus der sich die Porzellanmalerei entwickelte. Ludwig Müller-Uri erschuf 1835 das erste, qualitativ hochwertige Glasauge. Diese wurden bei Verlust eines Auges, dem Patienten eingesetzt und werden bis heute produziert.

1847 wurde in Lauscha der erste Christbaumschmuck erfunden. Die feinen Glaskugeln zierten bereits ein Jahr später den Weihnachtsbaum von Prinz Albert von Sachsen-Coburg. Die Christbaumkugeln wurden zum Verkaufsschlager und brachten der rasch wachsenden Stadt reichlich Wohlstand.

Die Eröffnung neuer Straßen und erstmalig auch Zugverbindungen brachte die Lauschauer Glasdekoration schließlich in die Welt.

1930 - Kriegszeit

Den ersten Weltkrieg überstand die Lauschaer Industrie, durch den Verkauf allgemeiner Nutzprodukte aus Glas. Allerdings hatten es die Genossenschaften in den Dreißiger-Jahren durch die politischen Neuorientierungen zunehmend schwerer. Die Christbaumschmuck-Produktion wurde 1940 komplett eingestellt und die Glasbläser-Familien fanden erst nach dem Krieg wieder zurück zur alten Kunst.

1953 wurde Lauscha, nun zur ehemaligen DDR zugehörig, offiziell auch Erholungsort. Anschließend wurden die Familienbetriebe allesamt verstaatlicht.

1990 - Wiedervereinigung

Nachdem in der DDR vornehmlich industriell produziert wurde, kehrte man nach der Wende wieder zu alten, traditionellen Produkten und Verfahren zurück. 

Die verwendeten handwerklichen Verfahren und Werkzeuge zur Erzeugung des mundgeblasenen Schmucks sind heute teilweise über 100 Jahre alt. Doch die Glasbläser produzieren auch sehr moderne, filigrane Glasprodukte. Somit finden sowohl Kenner des traditionellen Glasschmucks, als auch Freunde moderner Glaskunst das Produkt ihrer Wahl.

Seinen Touristen bietet Lauscha eindrucksvolle Schieferhäuser, zahlreiche Einblicke in die Handwerkskunst der Glasbläserei, umfangreiche Wanderwege und ein riesiges Sortiment an Christbaumschmuck und Glasdekoration zu jedem Anlass.